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Objektkunst

Dieses Glossar erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit,
sondern möchte nur in Kürze einige Begriffe zur Kunst erklären.

Impressionismus

Eine Kunstrichtung, die im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts in Frankreich entstand. Der Name "Impressionismus" entstand auf Grund eines ausgestellten Bildes von Monet (mit dem Titel: Impression, 1877). Der Impr. ist eine Reaktion gegen den zu der Zeit herrschenden Formelkram der Kunstakademien und Ateliermalerei. Das Naturbild wurde hauptsächlich durch die farbige Erscheinung malerisch gestaltet. Der Impr. beinhaltet eine neue Auffassung von Naturalismus, wobei der Gegenstand im Augenblick der Erscheinung gemalt wurde. Es ist vorrangig eine Freilichtmalerei mit natürlichen Lichtverhältnissen im Gegensatz zur Ateliermalerei, wobei Schwarz, Braun und Grau weitgehendst verbannt wurden. Er ist eine Licht-, Luft- und atmosphärische Stimmungsmalerei und verbreitete sich rasch europaweit mit individuellen Charakterisierungen.
Vertreter sind z.B. Renoir, Manet, Monet, Pissarro, Sisley, Corinth, Slevogt, Liebermann, usw.

informelle
Malerei

Eine gegenstandslose, abstrakte Kunstrichtung, die 1945 in Paris begründet wurde, mit vielfältigen Stilrichtungen; sie lehnt jede Kompositionsregel ab, die Arbeitsweise ist eine spontane Gebärde (gestische Malerei). Sie verwendet aber auch Stofffetzen, Holz, Abfall od. Ähnliches und gestaltet daraus neue Bildinhalte. In den 50iger u. 60iger Jahren beherrschte sie die Kunstszene. Vertreter sind z.B. M. Tapiés, Otto Götz, Emil Schumacher, Fritz Winter, Hans Hartung, usw.

Installation
Rauminstallation
Objekte, Plastiken und andere Gegenstände werden zu einem neuen Raumerlebnis gruppiert und kombiniert. Ein Raum wird eingerichtet, der eine Anordnung der Objekte mit ihren inhaltlichen Bedeutungen genau plant, im Gegensatz zum Environment, wird eher planlos gestaltet, ohne unbedingte inhaltliche Bezüge damit zu demonstrieren. Ende der 50iger Jahre des 20. Jahrhunderts gewinnen Rauminstallationen immer mehr an Bedeutung in den jeweiligen Kunstströmungen. Bedeutende Vertreter sind u.a. Beuys, Name Yune Paik, usw.

Komposition

Aufbau, Zusammenstellung eines Kunstwerkes aus verschiedenen Bildelementen (Farbe, Form, Material) in Malerei, Bildhauerei und Architektur, nach bestimmten Gesichtspunkten erfolgt eine kunstvolle Gestaltung.
Konzeptuelle Kunst siehe unter Concept Art
Kubismus
Eine spezielle Kunstrichtung, die sich zwischen 1908 und 1915 entwickelte, modifizierte und zahlreiche Künstler beeinflusste. Man unterscheidet hierbei den analytischen K. und den synthetischen K. Die Dingwelt neu zu begreifen, ist vereinfacht gesagt, die Ausgangsidee der ersten Phase des Kubismus. Er löste sich vom vertrauten Erscheinungsbild und konstruierte die Dingwelt neu, indem er sie auf geometrische, kristalline Grundformen zurückführte. Die spätere Form des synthetischen Kubismus (zwischen 1912 u. 1915) ging noch weiter und arbeitete mit sog. Realitätsabfällen, Klebebildern, um damit einen neuen, visuellen Bezug zur Wirklichkeit herzustellen. Bedeutende Vertreter sind: Picasso, Braque, Léger, Gris, usw.
Kunst

(von althochdeutsch Kunst: Wissen, Fertigkeit), ist im weitesten Sinn jede auf Können oder Wissen basierende Tätigkeit; im engeren Sinn ist es eine Bezeichnung für alles vom Menschen Geschaffene, das über seine reine Funktionalität hinausweist. Traditionell setzt der Kunstbegriff einen Erkenntnisprozess voraus, wobei eine spezifische Fertigkeit des Schaffenden oftmals von der gesellschaftlichen Akzeptanz abhängt.
In der Moderne jedoch wurde diese Kunstauffassung immer wieder in Frage gestellt. Joseph Beuys, erklärte z.B. jedermann zum Künstler und Marcel Duchamps stellte vorgefertigte Industrieprodukte (so genannte Ready-mades) in den Kontext des Museums.
Spätestens hier hat die künstlerische Idee das handwerkliche Können als Charakteristikum für Kunst abgelöst und ist der Provokationsgeste gewichen. Die Postmoderne formulierte den Kunstbegriff als inhaltlos und eine Definitionserweiterung fand bis heute statt.
Tatsache ist , dass Kunst immer die Gesellschaft vielfältig widerspiegelt und der Künstler ist ein Teil der Kultur.
Waren früher Künstler häufig darauf angewiesen, Auftragsarbeiten anzufertigen, so hat sich das heute geändert.
Zur Gesamtheit der Künste gehören Literatur, Musik, die bildenden Künste (Malerei, Architektur, Bildhauerei) sowie die darstellenden Künste (Theater, Tanz, Film). Doch sind vor allem im 20. Jahrhundert die Grenzen fließend geworden (Gesamtkunstwerk).
In der Alltagssprache wird unter Kunst gemeinhin die bildende Kunst verstanden.

Kunsthandwerk
Kunstgewerbe

ist die Herstellung von Zier- oder Gebrauchsgegenständen in Handarbeit, wozu sowohl handwerkliche als auch künstlerische Fähigkeiten benötigt werden. Der Begriff entstand im 19. Jahrhundert, als maschinelle Produktions06.03.2011inzelstücken zunehmend abzulösen begannen.
Das Kunsthandwerk umfasst die verschiedensten Herstellungstechniken, wie Weberei, Stickerei, Quiltsteppen (besonders in den USA), Knüpfen, Leder- und Papierarbeiten, Korbflechten, Keramik, Holzbearbeitung (darunter Holzschnitzerei und Möbelherstellung), die unterschiedlichsten Techniken der Metallbearbeitung, Glasbläserei, Schmuckherstellung und andere.
Bis zur industriellen Revolution im 19. Jahrhundert war das Handwerk meist in Zünften organisiert und überall in Europa die wichtigste Wirtschaftsgrundlage. Als man die Gegenstände jedoch serienmäßig herstellen konnte, wurden Kunsthandwerker immer weniger gebraucht. Als Reaktion auf die Auswirkungen der Industrialisierung entstand im England des späten 19. Jahrhunderts das Arts and Crafts Movement, das eine Reform des Kunsthandwerkes zum Ziel hatte und an dessen Spitze der Designer und Sozialreformer William Morris stand. Ähnliche Bewegungen formierten sich wie die Wiener Werkstatt, der Deutsche Werkbund oder das Bauhaus, das den Weg zum Industriedesign einschlug.

Kreativität

Schöpferische Ideen (bzw. Lösungen) entwickeln und gestalten.

Lasurmalerei

Farbschichten, die den Untergrund durchscheinen lassen (Öl-, Acryl-, Aquarellmalerei usw.)
Malerei

Malerei ist vereinfacht betrachtet, mit Pinsel, Spachtel oder anderen Materialien, ein Auftragen von haftenden Farbstoffen auf unterschiedliche Oberflächen. Absicht und Zielsetzung ist eine künstlerische Gestaltung. Im Vergleich dazu stehen die Graphik und lineare Zeichnung und auch die Bildhauerei mit ihren dreidimensionalen Techniken. Es gibt unterschiedliche Mittel, Techniken, Arbeitsmaterialien und Gattungen der Malerei. Die Stilgeschichte der Malerei ist komplex und umfassend.Ein Werk wird aus verschiedenen Techniken und Materialien erarbeitet.

Objektkunst
Es bezeichnet eine Kunstgattung der modernen Kunst, die Gegenstände des Alltags benutzt und sie in einem neuen künstlerischen Zusammenhang präsentiert; z.B. Marcel Duchamp; Ready-made

 

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© Atelier Knorr-Kleine - 2010

 


     

©  Atelier Knorr-Kleine  -  Mönchengladbach 2000  -  Stand 06.03.2011

 

06.03.2011